Meditation zum 4. Fastensonntag

14.3.2026

Meditation zum 4. Fastensonntag

Liebe sei Tat – im Sehen

Johannes 9,1-41

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Ein Leben

am Rand.

Ein Mensch

blind geboren.

In einer Welt aus

Klang und Berührung,

Stimmen und Schritten,

Wind und Wetter.

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Ein Mensch

am Rand.

Nicht gesehen – nur beurteilt.

Sie sprechen von Sünde.

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Doch Jesus

sieht hin,

sieht ihn -

als Mensch.

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Erde, Speichel, Berührung – und ein Auftrag:

„Geh und wasche dich.“

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Der Mensch geht. Und sieht.

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Sein Sehen

erschrickt die anderen.

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Ich sehe die Kinder.

Sie handeln.

Sie spielen.

Sie sorgen sich umeinander.

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Sie leben, was der Geheilte erfährt:

Ein anderes Sehen.

Ein Sehen, das nicht urteilt.

Ein Sehen, das verbindet.

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Die Welt erkennt den Geheilten nicht.

Die Nachbarn zweifeln.

Die Frommen fragen.

Die Eltern fürchten.

Die Gelehrten verurteilen.

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Und der Sehende

wird wieder ausgeschlossen.

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Jesus sucht den Geheilten.

Noch einmal.

„Glaubst du?“

Der Sehende erkennt.

Nicht mit den Augen.

Sondern mit dem Herzen.

Er sagt: „Ich glaube.“

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Die Kinder träumen gemeinsam

von einer gerechten und friedlichen Welt.

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Der Geheilte glaubt.

Die Kinder handeln.

Beide sehen -

aus Liebe heraus.

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Und ich?

Bin ich bereit, mich berühren zu lassen?

Bin ich bereit, hinzusehen?

Bin ich bereit, zu handeln?

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Liebe sei Tat.

Tat, die sehend macht.

Tat, die Grenzen überwindet.

Tat, die Licht bringt in die Dunkelheit.

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Einführung zu den Meditationen

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Bildausschnitt: Hungertuch von Konstanze Trommer, (c)Misereor
Texte: Hannah Braucks, Misereor

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Über den Autor
Thomas Konetzny

Stellv. Sprecher des Pfarrgemeinderats, Arbeitskreis Medienarbeit, Arbeitskreis Kunst

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