Die Richtung stimmt!

27.7.2026

Ungeduldig wartet das Umweltteam jählich auf die verschiedenen Verbrauchszahlen der Pfarrei - fast so gespannt wie an einem Wahlabend um 18:00 Uhr. Auch wenn die Ablesungen während des Jahres wie Wahlprognosen bereits Tendenzen erkennen lassen, so sind die finalen Abrechnungswerte letztlich das Ergebnis, das zählt. Die einzelnen Werte von Strom und Gas werden für alle Gebäude(-teile) separat ausgewiesen und aufwendig miteinander verrechnet. Und zuletzt bleibt uns ein entspanntes, tiefes Durchatmen: Es geht weiter bergab...

Während zu Beginn unserer Arbeit schnell große Einsparungen an Co2 erarbeitet werden konnten, sind alle niedrig hängenden Früchte nun geerntet und es geht an die Feinoptimierung. So fallen bei genauer Betrachtung zwei Besonderheiten in der Graphik auf:

  1. Ab dem Jahr 2024 wurde das Gebäude Rilkestraße 19 ("alter Kindergarten") in unsere Betrachtungen mit aufgenommen. Entsprechend wurde der Gas- und Strombedarf separat mit ausgewiesen und in der Graphik in hellgrün hinterlegt. In der Konsequenz ist der gesamte Co2-Ausstoß der Pfarrei nun höher (ca. 36 Tonnen), was aber v.a. auf die Vergrößerung zurückzuführen ist.
  2. Für 2025 sind wir schon wieder auf einem guten Weg und konnten den gesamten Co2-Ausstoß der Pfarrei reduzieren, so dass wir bereits unter dem Niveau von 2023 liegen und bereits wieder bei ca. einem Drittel des Referenzjahres 2018 liegen - trotz Vergrößerung des Scopes!

Die Frage nach den Ursachen lässt sich für die beiden Jahre der Kirchensanierung nur unbefriedigend beantworten. Das Heizen des großen Pfarrsaales zu den Gottesdiensten, der Baustrom, der Wegfall der Kirchenheizung - alles Faktoren, die eine verlässliche Erklärung der Daten erschweren.

Aber: dem Klima sind die Ursachen der Co2-Einsparungen egal - wichtig ist die kontinuierliche Reduktion. Wir werden weiter alle Kennzahlen im Blick behalten und können nun für einen "geregelten Betrieb" schon mit Sicherheit sagen, dass wir 2026 noch weniger brauchen werden - unserer neuen Kirchenheizung und PV-Anlage sei Dank!

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Über den Autor
Christoph Bauer

Kirchliches Umweltmanagement Herz Marien

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