Meditation zur Osternacht

4.4.2026

Meditation zur Osternacht

Liebe sei Tat – in der Auferstehung

Matthäus 28,1-10

Sie gehen.

Getrieben vom Schmerz,

erschüttert vom Verlust.

Die Nacht wiegt schwer.

Sie stehen am Grab.

Sie suchen den Stein.

Dann:

Ein Beben.

Ein Licht, das bricht.

Ein Engel, der spricht:

„Fürchtet euch nicht.“

Das gleiche Wort.

Die gleiche Verheißung.

Wie damals,

in der Nacht von Bethlehem.

Der Kreis schließt sich.

„Er lebt.“

Sie laufen.

Ins Leben.

Getragen

vom Staunen,

von Freude,

von Hoffnung

auf einen neuen Morgen.

Ein Anfang.

Leben bricht auf.

Tod hat keine Macht mehr

Christus lebt.

Und wir gehen los.

Auch heute.

In einer Welt,

die sich fürchtet,

die sich spaltet,

die im Sturm steht.

Wir suchen

einen Ort,

der hält.

Das Zelt steht offen,

seine Spitze tastet den Himmel.

Goldene Spuren im Grau,

ein Kreuz – kaum sichtbar.

Zwischen Stille und Sturm

wählen wir den Schritt nach vorn:

nicht auseinander,

sondern aufeinander zu.

Nicht zurück ins Schweigen,

nicht zurück in die Angst,

sondern hinaus ins Leben.

Wir sagen weiter,

was uns zugesprochen wurde.

Wir hören,

wo Worte fehlen.

Wir teilen,

wo Mangel eng macht.

Wir schützen,

was zerbrechlich ist.

Wir wagen

den ersten Schritt.

Christus geht uns voran.

Wir heben den Blick

und gehen ins Morgen.

Einführung zu den Meditationen

Bildausschnitt: Hungertuch von Konstanze Trommer, (c)Misereor
Texte: Hannah Braucks, Misereor

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Über den Autor
Thomas Konetzny

Seit 2007 in der Pfarrei in unterschiedlichsten Bereichen engagiert, wie z. B. im Arbeitskreis Kunst, dem Arbeitskreis Geselliges sowie Arbeitskreis Medienarbeit.

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