Meditation zum Karfreitag

3.4.2026

Meditation zum Karfreitag

Liebe sei Tat – im Verrat

Matthäus 26,14 - 27,66

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Es beginnt leise.

Ein Gespräch im Schatten,

Silberstücke,

ein Blick, der sich abwendet.

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Und doch:

Ich sehe den Sturm.

Denn die Nacht trägt schon das Kreuz in sich.

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Ein letztes Brechen des Brotes.

Ein Mahl,

im Angesicht des Todes.

Eine Gemeinschaft,

als Vorbote des Verrates.

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„Nehmt und esst; das ist mein Leib.“

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Er weiß es.

Doch sie können nicht glauben.

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„Ich werde dich nie verleugnen!“

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Ein Garten.

Schritte im Dunkel.

Angst vor dem, was da kommt.

Der Wunsch,

verschont zu bleiben.

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Denn: Jesus ist auch Mensch.

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„Bleibt hier und wacht mit mir!“

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Sie sollen wachen

wie die Kinder

auf dem Sandstreifen.

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Doch der Schlaf

ist stärker

als der Bund

der Freundschaft.

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Ein Kuss.

Freunde fliehen,

Schwerter blitzen.

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„Ich kenne ihn nicht.“

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Vor dem Richter

steht der,

der niemandem Richter sein wollte.

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Die Menge ruft:

Kreuzige ihn!

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Ein Weg durch die Stadt,

schwer von Holz,

schwer von Schuld,

schwer von Liebe.

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Gesichter am Rand:

Manche weinen,

manche spotten,

manche schweigen.

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Dann der Hügel,

die Nägel,

das Wort:

Mein Gott, warum?

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Verlassen.

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Und das Schweigen,

das alles füllt.

Bis der Vorhang reißt

und die Erde bebt.

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Der Sturm

war stärker,

glauben sie.

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Ein Grab,

ein Stein,

eine Nacht ohne Morgen.

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Alles scheint verloren.

Alles scheint zu Ende.

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Und doch –

irgendwo,

im tiefsten Dunkel,

ein Lichtstreif

am Horizont.

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Wie goldene Streifen,

die das Zelt einrahmen.

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Gott ist,

wo der Sturm tobt.

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Liebe bleibt nicht Wort,

sie wird Tat –

Liebe als Tat

vollendet

am Kreuz.

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Einführung zu den Meditationen

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Bildausschnitt: Hungertuch von Konstanze Trommer, (c)Misereor
Texte: Hannah Braucks, Misereor

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Über den Autor
Thomas Konetzny

Stellv. Sprecher des Pfarrgemeinderats, Arbeitskreis Medienarbeit, Arbeitskreis Kunst

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