Meditation zum Gründonnerstag

2.4.2026

Meditation zum Gründonnerstag

Liebe sei Tat – im Dienen

Johannes 13,1-15

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Die Stunde ist nah.

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Er weiß es.

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Er weiß,

um den Verrat

um die Flucht

um das Schweigen.

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Und doch

steht er auf.

Bindet sich ein Tuch um.

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Kein Thron,

kein Zeichen der Macht.

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Nur Wasser,

ein Tuch,

Hände,

die sich beugen.

Liebe,

die sich klein macht,

um groß zu werden.

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Wasser.

Hände.

Füße.

Liebe kniet.

Liebe berührt.

Liebe wird Tat.

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„Ihr nennt mich Meister und Herr –

und ich wasche euch die Füße.“

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Ein König,

der kniet.

Ein Gott,

der dient.

Ein Weg,

der über Hingabe führt.

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Draußen teilt sich der Himmel.

Links stilles Blau,

rechts zieht ein Sturm auf.

Eine schmale Stelle Land,

kaum mehr als eine Sandbank.

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Kinder, die anpacken,

ein weißes Zelt, geöffnet.

Seine Spitze tastet den Himmel,

als hörte sie jeden Ruf.

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Drinnen beugt er sich zu den Seinen,

beugt er sich zu mir:

„Ich habe euch ein Beispiel gegeben …“

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Und ich frage mich:

Wo folge ich ihm nach?

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Denn:

Er weiß es.

Er sieht den Sturm.

Und wählt die Liebe.

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Ja, heute Nacht

ist Liebe nicht Gefühl,

sondern Handlung.

Ein Beugen, ein Reinigen, ein Beginnen.

‍

“Alles, was ihr tut, geschehe in Liebe.“

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So einfach.

So gefährlich.

So radikal.

Und doch so heilig.

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Nimm das Wasser.

Nimm das Tuch.

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Fang an.

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Einführung zu den Meditationen

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Bildausschnitt: Hungertuch von Konstanze Trommer, (c)Misereor
Texte: Hannah Braucks, Misereor

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Über den Autor
Thomas Konetzny

Stellv. Sprecher des Pfarrgemeinderats, Arbeitskreis Medienarbeit, Arbeitskreis Kunst

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