Diplomtheologin Frau Beate Eichinger, Umweltbeauftrage und KEB-Referentin der Diözese Regensburg, hatte sich auf den Weg zu den Senioren in Herz Marien gemacht, um über den Heiligen Franz von Assisi zu referieren. Gleich zu Beginn bekannte sie sich zur franziskanischen Spiritualität und gestand, dass gerade diese Frömmigkeit sie vor vielen Jahren zu ihrem Theologiestudium angeregt hatte.
Im Verlauf des Vortrags führte sie aus, wie das Leben des Heiligen vom reichen verwöhnten Kaufmannssohn bis hin zum "poverello", dem Armen und Kleinen vor Gott, verlief. Beeindruckend ist nach wie vor die radikale Umkehr des Franz von Assisi und sein Leben in absoluter Armut und Hingabe an Gott.
Verbürgt ist beispielsweise auch ein Aufenthalt in Ägypten von ihm und eine damit verbundene Begegnung mit dem dortigen Sultan inmitten des 5. Kreuzzugs im Jahr 1219, was bis heute als ein frühes Beispiel für interreligiösen Dialog und Feindesliebe gewürdigt wird.
Schwerkrank und verlassen schrieb Franz zum Ende seines Lebens den berühmten Sonnengesang, eine Hymne auf die von Gott ins Leben gerufene Schöpfung, der heute zur Weltliteratur gehört. Frau Eichinger erläuterte den Aufbau und die religiöse Bedeutung dieses Liedes. Wer heute den Sonnengesang liest oder betet, wird herausgefordert, die Natur zu lieben und Gott dadurch die Ehre zu erweisen.
Bereits weniger als zwei Jahre nach seinem Tod wurde Franz von Assisi heilig gesprochen und es wurden die ersten Biographien über ihn verfasst. Auch 800 Jahre später ist die Faszination des Ordensgründers ungebrochen.
Bis in die heutige Zeit inspiriert er Menschen, in Genügsamkeit, Friedfertigkeit, Ehrfurcht vor der Schöpfung und in Hingabe an Gott zu leben.
Frau Eichinger beantwortete nach ihrem Vortrag noch etliche Fragen der Senioren zu Franz von Assisi, ehe dann beim gemeinsamen Kaffee und Kuchen der gemütliche Austausch im Vordergrund stand.



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