Erdüberlastungstag - Was bedeutet das genau?
Der Erdüberlastungstag markiert den Zeitpunkt im Jahr, an dem die Menschheit sämtliche natürlichen Ressourcen verbraucht hat, die die Erde innerhalb eines Jahres regenerieren kann. Dazu zählen unter anderem der Bedarf an Acker- und Weideland, Wäldern, Fischbeständen sowie die Kapazität der Ökosysteme, CO₂-Emissionen aufzunehmen.
Eine Entwicklung, die nachdenklich stimmt
Seit die Organisation „Global Footprint Network“ diesen Tag berechnet, ist er über die Jahrzehnte kontinuierlich weiter nach vorne gerückt. Er verdeutlicht, dass unser aktueller Lebensstil – unser Konsum, unsere Wirtschaftsweise und unsere Ernährung – die natürlichen Kapazitäten unseres Planeten weit übersteigt.
Zum Vergleich: In den 1970er Jahren lebte die Menschheit noch im Einklang mit den biologischen Möglichkeiten unseres Planeten und verbrauchte im Jahresdurchschnitt in etwa die Ressourcen einer einzigen Erde. Um unseren heutigen Bedarf dauerhaft zu decken, bräuchte die Menschheit rechnerisch etwa 1,73 Erden.
Deutschland im Vergleich: Ein „eifriger Esser“
Wie steht es um unser Land? Deutschland schneidet in diesem globalen Vergleich besonders schlecht ab. Der sogenannte „Deutsche Overshoot Day“, also der Tag, an dem Deutschland sein jährliches Kontingent an Ressourcen bereits aufgebraucht hätte, fiel in diesem Jahr bereits auf den 10. Mai.
Damit liegt Deutschland deutlich vor dem weltweiten Durchschnitt. Würden alle Menschen so leben wie wir hierzulande, wäre die Erde bereits nach wenigen Monaten erschöpft. Während andere Länder, wie etwa Ecuador, ihr Budget erst im November aufbrauchen, gehören wir weltweit zu den Nationen mit einem überdurchschnittlich hohen ökologischen Fußabdruck.
Ein Appell an unser Handeln
Der Erdüberlastungstag ist mehr als nur eine Statistik; er ist ein Weckruf. Er erinnert uns daran, dass wir als christliche Gemeinschaft, aber auch als Teil der Weltgesellschaft, eine Verantwortung für die Bewahrung der Schöpfung tragen.
Wenn Sie einen Beitrag leisten wollen, den Erüberlastungstag auch nur ein klein wenig nach hinten zu verschieben, finden Sie in der Umweltbroschüre unserer Ministranten wertvolle und leicht umzusetzende Tipps und Tricks. Probieren Sie es aus!






