Da der Monat Oktober auch Rosenkranzmonat genannt wird, bot es sich an, beim monatlichen Seniorencafé den Rosenkranz genauer in den Blick zu nehmen. Diakon Aichner hatte eine sehr ansprechende Präsentation vorbereitet, in der er sowohl einen Einblick in die Entstehung und Geschichte des Rosenkranzes gab als auch die theologische Bedeutung dieser Gebetsform darstellte.
Der Rosenkranz sei das Stundengebet der einfachen Bevölkerung gewesen, im Gegenzug zum Breviergebet der Geistlichen und Ordensschwestern und -brüder. 150 Ave Maria werden in den drei Rosenkränzen (dem freudenreichen, dem schmerzhaften und dem glorreichen) gebetet - diese entsprächen den 150 Psalmen, die beim Stundengebet der Geistlichen immer wieder durchgebetet werden.
In den einzelnen Gesätzen werden die Geheimnisse der Heilsgeschichte Gottes mit den Menschen in der Person Jesu Christi immer wieder wiederholt und dadurch verinnerlicht. Die Wiederholungen beim Beten können eine tiefe Ruhe und meditative Versenkung erzeugen. Man tritt durch das Gebet aus dem Alltag heraus und wendet sich den Glaubensgeheimnissen zu, die unsere sichtbare Welt weit übersteigen.
Gott wird Mensch - dies drückt der Rosenkranz aus und erinnert uns Menschen auch immer wieder daran, dieses große Heilsgeschehen in uns wirken zu lassen.
Nachdem Herr Aichner die Geheimnisse des freudenreichen Rosenkranzes einzeln dargestellt und erklärt hatte, bedankte er sich bei den zahlreich gekommenen Senioren und Seniorinnen für ihr Interesse.
Kaffee und selbst gebackene Kuchen ermöglichten im Anschluss noch viele Gespräche und die Gelegenheit, neue Kontakte zu knüpfen oder alte Bekanntschaften zu pflegen.






